Motive und Werdegang

 

Nach den bisherigen Kenntnissen ist die Fahne 1922 angeschafft worden, der Hersteller ist nicht mehr bekannt.

 

Die in samt-blau gehaltene Vorderseite definiert den Verein in Schrift und Bild. Unschwer ist zu erkennen, dass die Wiege unseres Vereines in Glösingen stand.

Das vom Lorbeerkranz gerahmte Motiv mit Notenblättern und Instrumenten ist eine diffizil gearbeitete, mehrlagige Maschinenstickerei. Sie ist für die damaligen Verhältnisse sehr feingliederig gearbeitet. Laut Aussage des Restaurators mit heutigen Maschinen in dieser Qualität nicht herzustellen.

 
       
 

Die Rückseite ist von besonderem Interesse, da hier nicht wie üblich die heilige Cäcilia als Patronin der Musiker dargestellt wird, sondern ist der unbekanntere Schutzpatron des Schönen und der Musik aus dem alten Testament, nämlich König David in seiner Zeit als junger Waffenmeister am Hofe Sauls auf bergiger Landschaft (Sauerland?) farbenprächtig abgebildet. Demnach könnte man nun erstmalig auch einen Patronatstag definieren: Im christlichen Jahreskreis gedenkt man David am 29. Dezember.
Diese Darstellungen des „schönen David“ korreliert auch
mit der Tatsache, dass die Kapelle einst ausschließlich
aus jungen Männern bestand.

Im Bereich der Spekulation liegt allerdings die Mög-
lichkeit, dass genau diese Darstellung dazu führte, dass
die Fahne in den 30iger Jahren verschwinden musste, da
David in Form des Davidsternes nun eine ganz andere,
düstere Symbolik erfuhr. Von daher haben wir wahrscheinlich Glück, dass es einen mutigen Musiker gab, der die Fahne vor den Pogromfeuern rettete.

     

 

Archiv

Leider sind sämtliche Unterlagen aus der Vorkriegszeit verloren gegangen.

Wer noch weitere Kenntnisse über den Verein, verschollene Dokumente und Gegenstände hat (z.Bsp. Vorkriegssatzung) oder einfach nur „Dönekes“ aus alten Zeiten zu erzählen weiß, den möchten wir bitten, sich mit unserem Archivar Joachim Krätzig, Am Sonnenstück 26, in Verbindung zu setzen.